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Sir Ernest Shackelton: South
"One of the most harrowing survival stories of all time" (Sebastian Junger, Author of perfect storm)
Euch geht es bestimmt auch wie mir - wenn draussen so richtig Sauwetter ist und man kommt nicht umhin, den Fuss vor die Tür zu setzen, ist man froh, schnell in seine Gore-Tex Jacke zu schlüpfen, vernünftige Schuhe anzuziehen und das Unaufschiebbare halbwegs trocken hinter sich zu bringen. In solchen Situation denke ich oft an die Geschichte von Sir Ernest Shackelton und der Reise der Endurance.
Die Mannschaft zog 1914 aus, um als erste den antarktischen Kontinent zu durchqueren. Dieses Ziel wurde nicht annähernd erreicht, aber wahrscheinlich wäre eine geglückte Expedition nicht annähernd so spannend und beeindruckend zu erzählen gewesen, wie die Geschichte, dei den Männern der Endurance widerfuhr.
Bei der Annäherung an die Antarktis wurde die Endurance vom Eis eingeschlossen und schliesslich von den enormen Kräften des Eises zerstört. Nun saßen 28 Männer im Eis, noch bevor die eigentliche Expedition begonnen hatte.
Und was von diesem Zeitpunkt von Ernest Shackelton höchstpersönlich berichtet wird, ist in der Tat die Geschichte eines der beeindruckensten Surviveltrips der Welt. Nicht zuletzt dem Führungsstil des Expeditionsleiters und Kapitäns Shackelton ist es zu verdanken, dass nach unglaublichen zwei Jahren im Eis die komplette Besatzung gerettet werden konnte. Und das nicht etwa, indem sie zwei Jahr auf Erlösung gewartet haben, sondern ausschliesslich aus eigener Kraft.
Allein die Vorstellung, bei den dortigen klimatischen Bedingungen in nassen Klamotten herumzulaufen, in feuchten Schlafsäcken zu schlafen und das teilweise auf Eisflächen, die tagtäglich kleiner werden und jederzeit zerbersten können, ruft ungläubiges Staunen hervor.
Ein weiterer Höhepunkt ist die Fahrt in dem Beiboot "James Caird", mit dem es schliesslich gelingt, besiedeltes Gebiet zu erreichen. Diese historische Fahrt wurde von Arved Fuchs nachvollzogen und ist heute nicht wesentlich einfacher als damals.
Fazit: Dieses Buch ist eines der spannensten Bücher, die ich je gelesen habe. Und das nicht nur wegen der Beschreibung der Antarktis und den Strapazen, mit denen die Expedition zu kämpfen hatte, sondern auch wegen der Führungspersönlichkeit Ernest Shackelton und seinem Krisenmanagement.
Bittere Ironie der Geschichte - zeitgleich tobte der 1. Weltkrieg und die meisten der Expeditionsteilnehmer fanden sich bald nach ihrer Rückkehr auf den Schlachtfeldern wieder. Die Reise der Endurance haben alle überlebt - den Krieg viele von ihnen jedoch nicht... |