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Hier der Bericht von unserer Uessbach Tour am Sonntag 12.3.2006 Seit Donnerstag waren die Pegel in dem Bereich, in dem sie auf magische Weise den Adrenalinspiegel der Paddler mitreissen. Wie lange haben wir auf solch ein Wochenende gewartet? Egal, jetzt ist es soweit. Ziel unserer Träume war diesmal der Alfbach. Mit Christian war am Freitag abgemacht, daß wir uns am Sonntag um 11:00 am Austieg, der Brücke in Niederscheidweiler treffen. Mit Christian kommt noch Olli. Am Samstag abend noch ein erschreckter Anruf: der Referenzpegel der Ahr bei Müsch hat keine 105cm sondern nur noch 99 cm. Wir sind ja flexibel und fahren eben zum Uessbach, der geht ab 75cm.
Am Sonntag morgen die nächste Überraschung: es ist nicht mehr +5° sondern -5° und es hat ein wenig geschneit. Wir fahren "natürlich" trotzdem, und sind schon um halb Elf in Bad Bertrich auf dem Parkplatz ganz am Ost-Ortsende. Es ist Sch*kalt. Die 6m Gefälle- Stufe auf 15m Länge macht besonders durch die Eiszapfen an den Ufermauern Eindruck. Wir beschliessen auf Grund unserer schon beim Besichtigen eingefrorenen Fingern erst mal ein Tässchen Tee mit Rum aus der Pulle zu nehmen. Unser Plan: wir fahren ab der Schieferschlucht, also das "Kernstück" und verzichten auf das schöne aber nicht so wilde obere Waldstück. Da am Uessbach leider / Gott-sei-Dank keine Straße entlangführt, ist es nicht so einfach "Zwischendrin" einzusteigen. Unser Plan war Richtung Kennfus zu fahren, und dann von der Straße zum Fluß durch den Wald abzusteigen. Der ortskundige oder des Kartenlesens mächtige Paddler würde jetzt schon was merken. Wir aber hatten einen Wanderweg gesehen der sich in die richtige Richtung zu winden schien, und setzten die Autos um. Kurze Zeit später, sah man 3 Gestalten, in voller Paddel Montur, mit Booten auf den Schultern, einen verschneiten Waldweg entlanglaufen, am steilen Bergrücken entlang, ca. 200 Höhenmeter über dem Bach. Naja, nach 15 Minuten hörte der Weg bei einem Jägerstand auf. Wir haben dann noch so nen Trampelpfad probiert. Das war zwar lusgtig anzusehen, hat aber nicht wirklich Spaß gemacht, weil der Weg steil, die Füße kalt, der Bach weit war. Und weit unten hinter dem dornigen Gestrüp sah es irgendwie auch nach es-wird-noch-viel-steiler aus. Also wieder zurück zum Auto. Jetzt doch die 16km Strecke fahren? Zwar war uns jetzt nicht mehr kalt, aber es gibt aber dieses Phänomen, daß man um so verweichlichter wird, je seltener man bei Minusgraden paddeln geht. Auf dieses Phänomen beriefen wir uns jetzt und entschieden uns für die ganz kurze Strecke, ca 200m oberhalb der Stelle wo die Straße, die man von der Autobahn kommend fährt, auf die Bad Bertricher Straße trifft, Streckenlänge ca 3,5km. Also Boote loose aufs Dach getüdelt und los. Endlich am Bach. Der Uessbach gibt sich heute recht spritzig. Es gibt ein ansprechendes Gefälle, ein paar nette knackige Kurven, 2 sehr lange Brückendurchfahrten und einen 50 Tunnel unter einem Parkplatz. Alle Durchfahrten sind nicht wirklich gut einsehbar und recht dunkel. Kurz nach der Einfahrt in den Parkplatztunnel liegt dann auch ein grob entästeter Baum, der die rechten 2/3 der Durchfahrt für sich reserviert. Sieht man gerade noch so. Olli's Paddel überzieht inzwischen eine kleine Eisschicht. Christian erinnert sich an seine Wettkampfzeiten, wo er beim Training im Winter "immer" Eiszapfan an den Händen hatte, und es trotz schmerzhafter Erfahrung nie hatte seinlassen können nach dem Training die Hände zum auftauen auf die Heizung zu legen. In der Ortsdurchfahrt gibt es noch ein nettes Schrägwehr, 2-3m hoch. Wir nehmen es auf der linken Seite, in der Mitte verbauen unten ein paar dicke Steine die Linie. Das Wasser schießt daran böse spritzend in alle Richtungen. Jetzt müßte eigentlich bald diese Ortsausgangs-6 Höhen-auf-15 Längen-m-Stufenkombination kommen. Dauert aber noch 2 Kurven, dann steigt der Adrenalinpegel schlagartig an. Sieht irgendwie nach Zwangspassage aus, links glatt hochgemauert, rechts steiler Berg mit viel Gestrüpp. Und außerdem, Sch* geht das tief runter... Zack, schwupp vorbei. 35 Minuten hat der Paddelspaß gedauert. Haben wir was gelernt? Ja: 1) Wenn Wasser ist sollst Du paddeln. Auch wenn es kalt ist. Man fühlt sich hinterher einfach viel besser. 2) Die Zeit auf dem Bach ist sowieso kürzer als die Zeit im Auto. 3) Wandern mit Boot, also im Wald, sieht lustig aus, ist aber entbehrlich. 4) Paddelhandschuhe sind eine gute Erfindung und lohnen in Fällen bei denen das Paddel vereist. Gruß, Robert. Und hier die Bilder: 












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